Lohnsteigerung in schwierigen Zeiten

Zum 1. August erhöht Schwesternverband Gehälter

Zum 1.8.2026 steigen die Gehälter der rund 3.300 Tarifbeschäftigten des Schwesternverbandes um 2,8 %, nachdem sie bereits im letzten Jahr um durchschnittlich 6 % angehoben wurden. Die Lohnsteigerung für die Mitarbeitenden in Pflege und Betreuung sowie Verwaltung orientiert sich am Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes. Die Anpassung der Gehälter wurde im Rahmen des Tarifvertrages mit der Gewerkschaft ver.di vereinbart.

„Unsere Mitarbeitenden leisten aber jeden Tag in den Einrichtungen oder ambulanten Diensten wichtige und herausfordernde Arbeit, deshalb ist es gut, wenn dies fair entlohnt wird“, sagt der Vorstandsvorsitzende Thomas Dane. Die Pläne der Politik, die Lohnsteigerungen nicht mehr oder nur teilweise in den Pflegesätzen zu berücksichtigen sei deshalb eine fatale Entscheidung. Dies wurde im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz so beschlossen und soll demnächst auch für die Pflege im Pflegeneuordnungsgesetz umgesetzt werden.

„Vor vier Jahren haben CDU und SPD kurzfristig eine Tarifbindungspflicht für die Pflege eingeführt, jetzt hebeln die gleichen Parteien diese Tarifbindung faktisch wieder aus“, ärgert sich Thomas Dane. „Diese ziellose Politik stellt inzwischen das größte wirtschaftliche Risiko für Pflegeeinrichtungen dar. Kein gemeinnütziger Träger kann es ausgleichen, wenn Tariflöhne nicht in voller Höhe in den Leistungsentgelten berücksichtigt werden.“

Der Schwesternverband mit Sitz im saarländischen Ottweiler betreibt im Saarland, Rheinland-Pfalz, in Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt an rund 90 Standorten stationäre Senioreneinrichtungen sowie Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen, Tagespflegen, Pflegedienste, sowie KiTas und Pflegeschulen.

Mehr zum Thema und zur Kritik des Schwesternverbandes an den Plänen der Politik – Beitragsstabilisierungsgesetz und Pflegeneuordnungsgesetz – finden Sie hier >>>

 

 

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